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Niedrigenergiehäuser – Die Zukunft des Bauens

Das Thema Energieeffizienz hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, nicht nur im Bereich der Mobilität, sondern vor allem auch im Bauwesen. Energieeffizientes Bauen ist nicht mehr nur eine ökologische Verantwortung, sondern bringt auch langfristig wirtschaftliche Vorteile für Hausbesitzer. In diesem Zusammenhang sind Begriffe wie Niedrigenergiehaus, Passivhaus, KfW-40-Haus und KfW-55-Haus in aller Munde. Doch was verbirgt sich genau hinter diesen Konzepten? Und ist es notwendig, ein Niedrigenergiehaus komplett neu zu bauen, oder kann auch durch Sanierung ein bestehendes Gebäude zu einem Niedrigenergiehaus umgestaltet werden?

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Ein Niedrigenergiehaus zeichnet sich durch einen besonders geringen Energieverbrauch aus. Dies wird durch eine Kombination aus gut durchdachter Wärmedämmung, moderner Heiztechnik und der Nutzung erneuerbarer Energien erreicht. Niedrigenergiehäuser unterschreiten die von der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegten Werte für den maximalen Heizenergieverbrauch erheblich. Das Ziel: Wärmeverluste durch die Gebäudehülle zu minimieren und gleichzeitig Energie so effizient wie möglich zu nutzen.

Die Vorteile eines Niedrigenergiehauses liegen auf der Hand:

  • Einsparungen bei den Energiekosten: Durch den geringeren Energieverbrauch sinken die Heizkosten deutlich.
  • Umweltschutz: Der reduzierte Energieverbrauch verringert den CO₂-Ausstoß und trägt somit zum Klimaschutz bei.
  • Wertsteigerung: Ein energieeffizientes Haus gewinnt an Wert und ist eine langfristige Investition in die Zukunft.

Passivhaus vs. Niedrigenergiehaus – Wo liegt der Unterschied?

Während beide Konzepte auf Energieeffizienz ausgerichtet sind, gibt es dennoch wichtige Unterschiede zwischen einem Passivhaus und einem Niedrigenergiehaus.

Ein Passivhaus geht in seiner Energieeffizienz noch einen Schritt weiter als das Niedrigenergiehaus. Der Name „Passiv“ bezieht sich darauf, dass das Haus ohne ein herkömmliches Heizsystem auskommt. Es nutzt passive Wärmequellen, wie die Sonneneinstrahlung, die Wärme von elektrischen Geräten im Haushalt und die Körperwärme der Bewohner. Eine ausgeklügelte Wärmedämmung und ein modernes Lüftungssystem sorgen dafür, dass die Wärmeverluste minimiert werden. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt dafür, dass frische Luft ins Haus gelangt, ohne dass Heizenergie verloren geht.

Der wesentliche Unterschied zum Niedrigenergiehaus besteht darin, dass ein Niedrigenergiehaus noch auf ein konventionelles Heizsystem angewiesen ist, wenn auch in sehr effizienter Form. Der Energieverbrauch eines Passivhauses liegt meist bei unter 15 kWh/m² pro Jahr, während ein Niedrigenergiehaus einen etwas höheren, aber immer noch deutlich reduzierten Verbrauch aufweist.

Ein weiterer Unterschied liegt im Bauaufwand: Ein Passivhaus erfordert eine noch genauere Planung und den Einsatz spezieller Materialien und Techniken, um die geforderten Werte zu erreichen. Das bedeutet, dass die Baukosten eines Passivhauses in der Regel höher sind als die eines Niedrigenergiehauses.

Was bedeuten KfW-40 und KfW-55?

Die Bezeichnungen KfW-40-Haus und KfW-55-Haus beziehen sich auf Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese Standards definieren den Energieverbrauch von Neubauten im Vergleich zu einem Referenzgebäude nach der Energieeinsparverordnung (EnEV).

  • KfW-40-Haus: Dieses Haus benötigt nur 40 % der Energie, die ein vergleichbares Referenzgebäude nach den Vorgaben der EnEV verbrauchen würde. Der jährliche Primärenergiebedarf beträgt also höchstens 40 % des gesetzlich zulässigen Wertes. Dies wird unter anderem durch hervorragende Dämmung, den Einsatz moderner Heiztechniken und die Nutzung regenerativer Energien erreicht.
  • KfW-55-Haus: Ein KfW-55-Haus verbraucht maximal 55 % der Energie eines Referenzgebäudes nach EnEV. Auch hier werden modernste Bau- und Dämmtechniken eingesetzt, um den Energieverbrauch zu minimieren.

Beide Hausstandards bringen für Bauherren den Vorteil, dass sie durch die KfW-Bank finanziell gefördert werden können. Je besser der Energiestandard des Hauses, desto höher fallen die Förderungen aus. Dies kann über zinsgünstige Kredite oder Tilgungszuschüsse erfolgen. Diese Förderprogramme tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die anfänglichen Mehrkosten für den Bau eines KfW-40- oder KfW-55-Hauses langfristig durch Energieeinsparungen und die finanziellen Förderungen amortisieren.

Muss man ein Niedrigenergiehaus neu bauen?

Es stellt sich oft die Frage, ob ein Niedrigenergiehaus immer ein Neubau sein muss oder ob auch Bestandsgebäude durch Sanierungen zu einem solchen Haus umgerüstet werden können. Die Antwort lautet: Ja, auch durch eine energetische Sanierung kann ein Bestandsgebäude in ein Niedrigenergiehaus umgewandelt werden.

Bei einer solchen Sanierung stehen folgende Maßnahmen im Fokus:

  • Dämmung der Gebäudehülle: Eine umfassende Dämmung von Dach, Wänden und Fenstern ist entscheidend, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Besonders alte Gebäude haben oft unzureichend gedämmte Fassaden, wodurch viel Wärme verloren geht.
  • Fenster und Türen: Der Austausch von alten Fenstern und Türen durch moderne, gut isolierte Varianten verhindert Wärmeverluste.
  • Heizungsmodernisierung: Eine moderne Heizungsanlage, beispielsweise eine Wärmepumpe oder ein effizientes Gas-Brennwertgerät, trägt wesentlich zur Senkung des Energieverbrauchs bei.
  • Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung: Gerade bei sehr gut gedämmten Gebäuden spielt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung eine wichtige Rolle. Sie sorgt dafür, dass die Luftqualität erhalten bleibt, ohne dass wertvolle Heizenergie verloren geht.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes mitunter eine größere Herausforderung darstellt als der Bau eines Niedrigenergiehauses als Neubau. Oft müssen Kompromisse eingegangen werden, da die Bausubstanz älterer Gebäude gewisse Einschränkungen mit sich bringt. Trotzdem lassen sich auch ältere Häuser durch entsprechende Maßnahmen auf einen modernen Energiestandard bringen und langfristig Energiekosten sparen.

Fazit: Niedrigenergiehäuser sind eine Investition in die Zukunft

Niedrigenergiehäuser sind nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Investition. Ob als Neubau oder durch energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes – wer in die Energieeffizienz seines Hauses investiert, profitiert langfristig von geringeren Energiekosten, einer Wertsteigerung der Immobilie und einem besseren Wohnkomfort.

Der Unterschied zwischen einem Niedrigenergiehaus und einem Passivhaus liegt vor allem im Grad der Energieeinsparung und der Notwendigkeit eines herkömmlichen Heizsystems. Beide Konzepte tragen jedoch dazu bei, den Energieverbrauch von Wohngebäuden erheblich zu senken. Durch die KfW-Förderprogramme werden Bauherren finanziell unterstützt, was den Bau von energieeffizienten Häusern noch attraktiver macht.

Ob Neubau oder Sanierung – für das Bauunternehmen Max Müller aus Velpke ist die Planung und Umsetzung von Niedrigenergiehäusern ein wichtiger Schwerpunkt. Mit unserem Know-how und unserer Erfahrung unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihr Traumhaus energieeffizient zu gestalten oder Ihr bestehendes Zuhause auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.